Picasso Socke Caprice

Von den Wilden Kerlen

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Und weil das mit der Socke so gut klappt und wir so glücklich mit ihr sind, haben wir gedacht, vielleicht wollen andere Leute ja auch so einen tollen Hund. Und damit die Wahrscheinlichkeit, einen ebensolchen Hund zu bekommen, besonders hoch ist, haben wir uns um die Zuchtzulassung im cfh bemüht. Der cfh ist dem VDH angeschlossen was früher ziemlich wichtig war, denn nur wer in VDH-unterstellten Vereinen züchten wollte, muss sehr strenge Verhaltens-, Gesundheits- und Aufzuchtkriterien erfüllen. Inzwischen hat die EU aber wohl den VDH dazu verdonnert, alle Hundevereine aufzunehmen, soweit ich das richtig verstanden habe. Nun muss der Welpenerwerber noch genauer hinschauen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Im cfh jedenfalls gelten sehr strenge Zuchtzulassungskriterien:

Der Hund muss alle besonderen und rassetypischen Merkmale des Briards aufweisen, was schon in der 7. Lebenswoche bei der Wurfabnahme, anschließend durch 3 Ausstellungen mit entsprechend guter Beurteilung und einer besonders ausführlichen Standardbeurteilung nachgewiesen werden muss. Es muss von der Hundehüfte, unter ganz bestimmten Vorraussetzungen und in Vollnarkose, ein Röntgenbild erstellt werden, das wiederum von einem Gutachter auf HD (Hüftdysplasie) ausgewertet wird. So die Elterntiere nicht CSNB frei sind, wird auch auf diese vererbbare Augenkrankheit ein Nachweis gefordert. Besonderen Wert wird im cfh auf das Wesen und Verhalten des Hundes gelegt. Alle zur Zucht zugelassenen Hunde müssen einen, recht anspruchsvollen, Verhaltenstest bestehen, in dem alle möglichen Alltagssituationen abgefragt werden. Hier darf er keine Angst, Panik oder gar Aggression zeigen. Ein Hund, der die Zuchtzulassung behalten will, muss einmal jährlich auf einer Ausstellung einem Richter vorgeführt werden und die entsprechenden Noten erhalten. Seit 2010 ist die Untersuchung auf EU, also auf einen ektopischen Ureter (wo die Harnleiter enden) vorsichtshalber ebenfalls Pflicht, bei Rüden wie auch bei Hündinnen. Auch bereits zur Zucht zugelassene Tiere müssen diesen Nachweis erbringen. 

Wir tun also sehr viel, um ein besonders nettes, angenehmes und gesundes Familienmitglied zu bekommen. Der Rest – also die bestimmt nicht immer einfache Erziehung, liegt dann am neuen Besitzer. Wir finden es besonders wichtig, dass diese großen Hunde eine ausgesprochen gute Erziehung bekommen. Ein wohlerzogener Hund ist überall willkommen, trägt zu einem positiven Image aller Hunde bei, was in dieser Zeit immer wichtiger ist. 

Ich möchte jedem Welpenbesitzer empfehlen, eine gute Hundeschule zu besuchen. Hier wird der Welpe Kontakt zu anderen Hunden bekommen, ausgelassen toben können aber dann auch das "Ergeben" gegenüber ranghöheren Hunden üben müssen. Ganz wichtig finden wir die Begleithundeprüfung oder den VDH-Hundeführerschein, der als Grundlage ablegt werden sollte. Die hier verlangte Grunderziehung ist wirklich wichtig, man benötigt sie ohnehin im Alltag und im Falle eines Falles hat man hiermit auch einen gewissen Nachweis. Und es kann leider auch in den "besten" Familien vorkommen, dass man einen Hund an einen anderen Platz vermitteln muss und auch hier ist es von immensem Vorteil, wenn es ein leichtführiger, angenehmer Kamerad ist.