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Wir, "die wilden Kerle"
Hallo, wir sind die
Landfrieds (böse Zungen nennen uns auch die "Landeier") und
wohnen auf einem ehemaligen Bauernhof in der Nähe von Regensburg. Hier
erzähl ich, wie wir "auf den Hund gekommen" sind:
Unsere alte Bearded-Collie-Dame, die leider im Sommer 2006
gestorben ist, und davor lange gar kein wilder Kerl mehr war, war mit
dem Alter immer tauber und so machten wir uns auf die Suche nach einer
neuen "Türklingel" - einem neuen Hund also. Und an den hatten
wir schrecklich viele Ansprüche:
- Wir wollten einen imposanten Hund, der lautstark bellt, wenn fremde
Leute kommen, der aber trotzdem zuverlässig beide Arme AM Postboten
lässt… Er sollte also auf gar keinen Fall unkontrolliert aggressiv
sein – aber doch wachsam.
- Unser neues Familienmitglied sollte auch besonders kinderlieb und
sicher im Wesen sein. Wenn also eines unserer Kinder oder der Besucher-Kinder
dem Hund aus Versehen mal auf den Schwanz oder die Pfote tritt, sollte
der es cool wegstecken ohne jegliche Art von Bösartigkeit. Und die
Kids wollten natürlich einen prima Spielgefährten und Kumpel, einen,
der alles mitmacht: auf Strohberge klettert, Höhlen erforscht, Trampolin
springt, Fußball spielt und auch zum Schmusen herhält.
- Dann sollte unser neuer Mitbewohner sich mit allen
anderen Tieren hier verstehen. Zuerst einmal mit unseren Haustieren
(Pferde, Hühner, Katzen, Pfauen) und dann natürlich auch
mit den Tieren, die hier außen herum wohnen und denen wir im Wald
begegnen. Wir wollten uns ganz sicher sein, dass der Hund, auch nicht
unbeaufsichtigt, mal zärtlich an einem Hühnerbeinchen nagt
oder den Katzen ein Öhrchen anknabbert….
- Der neue Hund sollte sportlich sein: schnell und kräftig genug um
uns auf Ausritten oder Fahrradtouren zu begleiten, ebenso wasserbegeistert,
um mit uns See- oder Meerurlaube zu genießen.
- Wir wollten einen Hund, der extrem auf uns bezogen ist und nicht
gleich jedem Fremden um den Hals fällt, der lieber ein bisschen Distanz
wahrt.
- Wir suchten einen Hund, der im Restaurant gelassen und ruhig unter
dem Tisch schläft, einen, der uns in die wunderschöne Regensburger
Altstadt – auch ohne Leine – begleiten kann und der bei Menschenmassen,
oder Großveranstaltungen, nicht in Panik verfällt. Wir wünschten uns
einen Begleiter, der gelassen an lauten Baumaschinen genau so wie an
scheppernden Blaskapellen vorbeigeht und bei Gewittern nicht gleich
unters Sofa krabbelt. Bei Schüssen von Jägern oder Silvesterraketen
sollte er auch nicht kopflos davon stürmen.
- Vormittags ist bei uns Haupt-Hundefutter-Verdien-Zeit,
das heißt, der erwachsene Hund muss sich auch ein paar Stunden still
halten können, ohne die Inneneinrichtung im Haus oder auch die eines
Autos zu zerlegen.
- Und zu guter letzt, musste der Hund besonders robust, besonders
gesund und natürlich ganz besonders hübsch sein.
Und genau so einen tollen Hund haben wir gefunden. Er
ist bei der besonders sympathischen
Züchterfamilie Schleehauf, in der Nähe von Stuttgart, geboren
worden. Inzwischen haben wir ihren königlichen Namen "Aquila du
chateau du blaireau" gegen den zugegebenermaßen etwas vulgär
klingenden Namen "Socke" getauscht. Und unsere Socke
erfüllt tatsächlich alle unsere Ansprüche! Ein Traumhund!
Und weil wir dachten, dass evtl. noch andere Menschen so einen Hund
möchten, haben wir mit ihr die ganzen Prozeduren der
Zuchtzulassung durchlaufen.



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